Warum kann RA-MICRO Essentials keine Verbindung zum JURA KI Assistenten aufbauen?

Ausgangslage

  • Im JURA KI Assistenten wurde im Bereich Einstellungen > Integrationen die Schnittstelle zu RA-MICRO Essentials aktiviert.
  • Die Zertifikatseinrichtung für eine sichere HTTPS-Verbindung wurde durchgeführt.
  • Die RA-MICRO Essentials Zugangsdaten wurden im JURA KI Assistenten hinterlegt und erfolgreich getestet.
  • Der JURA KI Assistent ist gestartet.

 

Problem

Beim Aufruf des JURA KI Assistenten in RA-MICRO Essentials erscheint der Hinweis:

In Einzelfällen kann es vorkommen, dass RA-MICRO Essentials trotz korrekt eingetragener Zugangsdaten und aktiviertem JURA KI Assistenten keine Verbindung herstellen kann.

Die häufigste Ursache ist, dass moderne Browser den Zugriff von öffentlichen Webseiten auf lokal laufende Dienste wie localhost aus Sicherheitsgründen zunehmend einschränken. Besonders relevant ist dabei der Sicherheitsmechanismus Private Network Access (PNA). Dadurch kann RA-MICRO Essentials den lokal gestarteten JURA KI Assistenten unter Umständen nicht erreichen, obwohl die Einrichtung korrekt erfolgt ist.

Dies betrifft insbesondere Umgebungen, in denen der Browser zentral durch eine Organisation verwaltet wird.

 

Hintergrund

Moderne Browser schützen lokale Systeme stärker davor, dass Internetseiten auf Dienste im lokalen Netzwerk oder auf dem eigenen Rechner zugreifen. Dazu zählt auch der Zugriff auf localhost.

Im vorliegenden Fall ist Private Network Access (PNA) die naheliegendste Ursache. Dieser Schutzmechanismus kann verhindern, dass RA-MICRO Essentials aus dem Browser heraus eine Verbindung zum lokal laufenden JURA KI Assistenten aufbaut.

In verwalteten Browserumgebungen können zusätzlich Sicherheitsrichtlinien aktiv sein, die solche Zugriffe ausdrücklich blockieren. Nur in selteneren Fällen können auch zwischengespeicherte Browserdaten oder Erweiterungen die Verbindung beeinflussen.

 

Lösungsvorschläge

1. Test im privaten Browserfenster durchführen / ggf. Cache leeren

  • Öffnen Sie den verwendeten Browser in einem privaten Fenster beziehungsweise einem InPrivate-/Inkognito-Fenster.
  • Rufen Sie RA-MICRO Essentials dort erneut auf.
  • Prüfen Sie, ob die Verbindung zum JURA KI Assistenten nun hergestellt werden kann.
  • Falls die Verbindung im privaten Fenster funktioniert, sollte der Browsercache gelöscht werden.
  • Veraltete Browserdaten sind jedoch eher eine seltene Ursache und stehen in der Regel nicht im Vordergrund.

2. Browser-Richtlinie prüfen lassen oder setzen

  • Falls die Verbindung nicht hergestellt werden kann, sollte nun geprüft werden, ob der verwendete Browser Zugriffe auf lokale Dienste aufgrund von Private Network Access (PNA) oder vergleichbaren Sicherheitsrichtlinien blockiert.
  • In verwalteten Umgebungen erfolgt diese Prüfung oder Konfiguration in der Regel durch die IT-Abteilung. Wichtig ist dabei, dass die RA-MICRO Essentials URL in der Richtlinie LocalNetworkAccessAllowedForUrls hinterlegt wird.
  • Je nach Systemumgebung kann hierfür eine lokale Richtlinie oder ein Registry-Eintrag erforderlich sein.

 

Weitere Hinweise

Wird der Browser zentral per Gruppenrichtlinie oder durch organisatorische Vorgaben verwaltet, können lokale Anpassungen überschrieben oder blockiert werden. In diesem Fall sollte die IT-Abteilung prüfen, ob die RA-MICRO Essentials URL dauerhaft in der Richtlinie LocalNetworkAccessAllowedForUrls hinterlegt werden muss.

Für Änderungen an Richtlinien oder Systemeinträgen sind häufig Administratorrechte erforderlich.

 

Tipp

Für die interne Weitergabe an die IT sollte insbesondere auf folgende Punkte hingewiesen werden: verwalteter Browser, Zugriff auf localhost, moderne Browser-Sicherheitsmechanismen, Private Network Access (PNA) sowie die Richtlinie LocalNetworkAccessAllowedForUrls.

Zuletzt aktualisiert am 11.06.2026 von Andrea Sperling.

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