Welche Firewall- und Antivirus-Ausnahmen benötigt der JURA KI Assistent?

Überblick

Der JURA KI Assistent benötigt für den Betrieb bestimmte lokale Verbindungen, externe Verbindungen sowie Zugriff auf lokale Programm- und Arbeitsverzeichnisse.

In Kanzlei- und Unternehmensumgebungen können Firewalls, Antivirenprogramme, Endpoint-Security-Lösungen, Webfilter oder Proxy-Systeme diese Zugriffe einschränken. Damit Installation, Updates, Start, lokale Browserkommunikation und Anfragen an externe KI-Sprachmodelle zuverlässig funktionieren, sollten die nachfolgenden Ausnahmen durch die Kunden-IT oder den zuständigen Systemadministrator geprüft und bei Bedarf eingerichtet werden.

Hintergrund

Der JURA KI Assistent besteht aus einer lokalen Anwendung und einer Browseroberfläche. Die lokale Anwendung stellt Dienste auf dem Gerät bereit, auf die die Browseroberfläche über lokale Adressen zugreift.

Zusätzlich benötigt der JURA KI Assistent Verbindungen zu externen Ressourcen, zum Beispiel für Updates, Downloads, Lizenz- bzw. RMO-bezogene Funktionen und die Kommunikation mit externen KI-Anbietern.

Sicherheitslösungen können lokale oder externe Verbindungen blockieren, verändern oder einzelne Dateien und Prozesse als verdächtig einstufen. Besonders relevant sind dabei:

  • Webfilter
  • HTTPS-/SSL-Inspection
  • Antiviren-Echtzeitscan
  • Verhaltensanalyse
  • Exploit-Schutz
  • Anwendungssteuerung
  • Proxy- oder Firewall-Regeln

Werden erforderliche Verbindungen oder Dateien blockiert, kann es beispielsweise dazu kommen, dass der JURA KI Assistent nicht startet, Updates abbrechen, die Anwendungsseite nicht im Browser geöffnet wird oder Anfragen an externe KI-Sprachmodelle fehlschlagen.

Die folgenden Angaben dienen als technische Orientierung für die Konfiguration der Sicherheitsumgebung.

 

Lokale Verbindungen

Der JURA KI Assistent verwendet lokal folgende Adressen:

http://localhost:5050 (wird für die lokale HTTP-Kommunikation verwendet)
https://localhost:5051 (insbesondere relevant, wenn die RA-MICRO Essentials Integration bzw. die lokale HTTPS-Kommunikation genutzt wird)

Bitte stellen Sie sicher, dass Verbindungen zu localhost bzw. 127.0.0.1 auf diesen Ports nicht durch Firewall, Webschutz, Proxy oder Endpoint-Security blockiert werden.

 

Externe Verbindungen

Für den Betrieb des JURA KI Assistenten sollten folgende externe Adressen erreichbar sein:

https://huggingface.co/
https://cdn-lfs.hf.co/
https://voice-lab.dictanet.com/downloads/
https://jurasoft-dev.ra-micro.de/dictanet/
https://dictanet.raupdate3.de/
https://ra-micro-online.de/
https://recht.ra-micro.de/

Diese Adressen werden unter anderem für Downloads, Updates, Lizenz-/RMO-bezogene Funktionen und externe Ressourcen benötigt.

Zusätzlich können je nach verwendetem KI-Anbieter weitere Verbindungen erforderlich sein, zum Beispiel zu den API-Diensten von Anthropic Claude, Google Gemini, Mistral, OpenAI oder Perplexity.

 

Windows: empfohlene Ausnahmen

Unter Windows sollten in Antiviren- oder Endpoint-Security-Lösungen insbesondere folgende Dateien und Verzeichnisse geprüft und bei Bedarf als Ausnahme hinterlegt werden:

C:\anonym\anonymer.exe
C:\anonym\anonymer.update.exe
C:\anonym\
C:\ProgramData\JuraSoft\Jura-KI\

Bei Einzelplatzinstallationen zusätzlich (auf einem Terminalserver nicht erforderlich):

C:\Users\<Benutzername>\Documents\jura-ki\

Bei aktivierter RA-MICRO Essentials Integration ist zusätzlich das Verzeichnis des SSL-Zertifikats relevant. Das SSL-Zertifikat wird benutzerunabhängig zentral abgelegt unter:

C:\ProgramData\JuraSoft\Jura-KI\ssl\

Unter Windows nutzt der JURA KI Assistent außerdem eine virtualisierte Umgebung über Turbo.net. Wenn Sicherheitssoftware temporäre Sandbox-Prozesse blockiert, kann folgende Ausnahme erforderlich sein:

C:\Users\*\AppData\Local\Turbo.net\Sandbox\Assistent\*

Falls Ihre Sicherheitslösung mit enger gefassten Ausnahmen zuverlässig arbeitet, kann alternativ folgender Pfad geprüft werden:

C:\Users\*\AppData\Local\Turbo.net\Sandbox\Assistent\*\local\stubexe\*\*.exe

 

macOS: empfohlene Ausnahmen

Unter macOS sollten insbesondere folgende Pfade geprüft und bei Bedarf in der Sicherheitssoftware zugelassen werden:

/Applications/JURA KI Assistent.app
/Users/<Benutzername>/Library/Application Support/JuraSoft/Jura-KI
/Users/<Benutzername>/anonym
/Users/<Benutzername>/Documents/jura-ki

Bei aktivierter RA-MICRO Essentials Integration kann zusätzlich das Zertifikatsverzeichnis relevant sein:

/Users/<Benutzername>/Documents/jura-ki/ssl

Unter macOS verwendet der JURA KI Assistent keine Turbo.net-Sandbox. Falls eine Endpoint-Security-Lösung Skript-, Runtime- oder Backend-Prozesse blockiert, können je nach Sicherheitsrichtlinie zusätzlich folgende Komponenten relevant sein:

/bin/bash
/usr/bin/osascript
/usr/bin/security
/Users/<Benutzername>/anonym/py_runtime
/Users/<Benutzername>/anonym/backend.py

 

HTTPS-/SSL-Inspection

Wenn HTTPS-/SSL-Inspection aktiv ist, kann die lokale Kommunikation des JURA KI Assistenten gestört werden. Das betrifft insbesondere:

https://localhost:5051

Bitte richten Sie in diesem Fall Ausnahmen für folgende Ziele ein:

localhost
127.0.0.1
https://localhost:5051

Bei aktivierter RA-MICRO Essentials Integration wird der JURA KI Assistent innerhalb von RA-MICRO Essentials eingebunden. Dabei können Cross-Origin-Anfragen an https://localhost:5051 entstehen. Einige Webschutzmodule blockieren solche Anfragen als Schutz vor sogenanntem „localhost-Probing“.

Damit die Integration ordnungsgemäß funktioniert, müssen HTTPS-Anfragen an https://localhost:5051 auch dann zugelassen werden, wenn sie aus einem externen Ursprung stammen.

 

Exploit-Schutz und Anwendungssteuerung

Wenn der JURA KI Assistent durch Anwendungssteuerung, PUA-Erkennung oder Exploit-Schutz blockiert wird, sollten je nach eingesetzter Sicherheitslösung folgende Komponenten zugelassen werden.

 

Unter Windows:

anonymer.exe
anonymer.update.exe
certutil.exe

Bei Blockierungen innerhalb der Turbo.net-Sandbox können zusätzlich temporäre Prozesse wie python.exe oder cmd.exe betroffen sein.

 

Unter macOS:

/Applications/JURA KI Assistent.app
/bin/bash
/usr/bin/osascript
/usr/bin/security
/Users/<Benutzername>/anonym
/Users/<Benutzername>/anonym/py_runtime
/Users/<Benutzername>/anonym/backend.py

 

Zusammenfassung: Prüfpunkte für die Kunden-IT

Bitte lassen Sie durch Ihre IT oder den zuständigen Systemadministrator insbesondere prüfen:

  1. Sind lokale Verbindungen zu localhost:5050 und localhost:5051 erlaubt?
  2. Sind die externen JURA KI-Adressen erreichbar?
  3. Blockiert die Sicherheitssoftware Dateien oder Prozesse des JURA KI Assistenten?
  4. Ist HTTPS-/SSL-Inspection aktiv?
  5. Werden Verbindungen zu localhost oder 127.0.0.1 durch Webschutzmodule blockiert?
  6. Werden Update-Downloads oder externe API-Verbindungen in Firewall- oder Proxy-Protokollen abgewiesen?
  7. Sind die Ausnahmen für das richtige Netzwerkprofil bzw. die richtige Benutzergruppe aktiv?

 

Weiterführende Anleitungen

Ausführliche Schritt-für-Schritt-Anleitungen zur Konfiguration finden Sie hier:

Konfiguration von Firewalls für den JURA KI Assistenten
https://ki-lab.dictanet.com/downloads/JURA_KI-Whitelist-Anleitung.pdf

Konfiguration von SOPHOS Firewalls für den JURA KI Assistenten
https://ki-lab.dictanet.com/downloads/JURA_KI-Whitelist-Anleitung_SOPHOS.pdf

Konfiguration von Antivirenprogrammen für den JURA KI Assistenten
https://ki-lab.dictanet.com/downloads/JURA_KI-Antivirenprogramm-Anleitung.pdf

Konfiguration von SOPHOS Antivirenprogrammen für den JURA KI Assistenten
https://ki-lab.dictanet.com/downloads/JURA_KI-Antivirenprogramm-Anleitung_SOPHOS.pdf

Zuletzt aktualisiert am 29.10.2026 von Andrea Sperling.

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